Andrea SiglWenn etwas absolut tabu war in meiner Kindheit, so war es das feine Porzellangeschirr in der Glasvitrine meiner Mutter.

Hin und wieder holte sie eine Tasse heraus, hielt sie ins Gegenlicht, und der Porträtkopf einer japanischen Frau erschien am Tassenboden.

Pure Magie für ein Kleinkind. Wie kommt die Frau in diese Teetasse?

Heute bin ich umgeben von Porzellan in meinem Studio und oft genug der eigene Elefant darin. Ich spiele immer noch gerne mit Licht, und auch die magischen Momente gingen nicht verloren.

Herzlich willkommen in der Welt von illumagie®

 

Ihre Andrea Sigl

 

Herstellung

Jedes Teil wird im lederharten Zustand vor dem Rohbrand individuell und ohne Schablone frei beschnitzt. Dadurch entstehen reliefartige Strukturen mit unterschiedlichen Tiefen. Die Wandstärke des Porzellans beträgt zwischen 1 und 5 mm.

Nach dem Glasieren der Rohware und dem anschließendem Hochbrand bei 1250°-1280° erzeugt dies bei Beleuchtung eine atmospärisch weiche Kontur und ein plastisches Erscheinungsbild, das in der Art nur dem Porzellan eigen ist.

 
Die Vision

Die Herausforderung, mit Porzellan zu arbeiten, das technisch ein sehr komplexes Verfahren benötigt, um in dieser Größenordnung und Dünnwandigkeit seine Formensprache zu finden, besteht in der Faszination der materialeigenen Transluzenz.

Die Metamorphose von weich, labil, zerbrechlich zu physikalisch hart und beständig; die Hell-Dunkel-Kontraste; die Wandlung durch Beleuchtung vom schlichten Weiß zu warmen Lichttönen: für all diese Eigenschaften entwickelte sich bei mir eine Leidenschaft.